70 Tage unterwegs - Neues Kapitel folgt

Donnerstag, 13.11.2014

Die Zeit bei William und Edie verging so schnell ... zumindest teilt mir das mein Gefühl mit. 

Ingesamt 6 Wochen bin ich bei Billyco Junction Gardens Teil der Familie Biel gewesen. Nun sind wir schon mitten im November und meine Reise geht weiter. Nicht aber ohne nochmals einen kleinen Rückblick auf die Höhepunkte der vergangenen Wochen zu geben. Es war einfach noch zu viel Erwähnenswertes dabei ... So zum Beispiel ...

... mein erster Schnee in Kanada ...

Winteranfang

Klingt nicht spannend, aber wenn Winter in Deutschland mittlerweile Mangelware ist und nur noch ansatzweise vorbeischaut, dann kann man sich darüber schon mal freuen. Bill blieb allerdings entspannt und zeigte mir daraufhin Bilder vom September 2014. In diesem Monat durfte sich die Region um Red Deer schon mal über Schnee freuen (September!) und es wurde fleissig geschaufelt und die Ernte vor dem Erfrieren gerettet. Der Schnee in diesem Fall jetzt lag auch einige Zentimeter hoch und schmolz nur langsam dahin, sodass wir uns ein paar Tage daran erfreuen durften. Wobei Tiko wohl noch mehr Spass daran hatte, als wir anderen zusammen. 

Die Wetterlage war durchaus überraschend. Nichtsdestotrotz wurde es in der letzten Woche vor meiner Abreise noch etwas turbulenter und der Wetterbericht ließ schon nichts Gutes ahnen. So offenbarte sich uns eines Tages dieses Bild beim Blick aus dem Fenster ...

... und der Blick auf's Thermometer verriet ...

-20 Grad Celsius

Dabei blieb es aber nicht ... Die Voraussage meinte, die Temperaturen sinken noch weiter. Und so hatten wir Donnerstag (für mich rekordverdächtige) Temperaturen bis zu -31 Grad Celsius!!!


Da blieb nicht viel Möglichkeit, um draußen zu arbeiten. Jeder Schritt vor die Tür wurde zur Herausforderung und das Schneeschaufeln war eine Art Mutprobe, wer es am längsten aushält - trotz einiger Lagen Handschuhe und Socken und Hosen und Jacken. 
Laut Bill sind diese arktischen Tage die ersten Anzeichen für richtigen Wintereinbruch. Des Weiteren fliegen die Gänse beispielsweise nun nach Süden, was sie in den vergangen Wochen noch nicht getan haben. Ein weiteres Indiz also. 

 

... Dessert verkaufsfertig machen ... 

Man erzähle den Kanadiern von einem leckeren Rezept für ein Kürbisdessert, weil sie hier vor lauter Ertrag nicht wissen wohin mit dem Zeug, sie probieren es, finden es klasse und schwupps hat man die Ereigniskarte gezogen und seine Tagesbeschäftigung bekommen ...
So bekam ich sechs mittelgrosse Kürbisse vorgesetzt, mein Rezept daneben und dann durfte man sich einen Tag lang in der Küche austoben. Schälen, zerschneiden, stückeln, Zeug mischen und kochen, danach noch in Gläser füllen und einkochen. Endergebnis? 26 grosse Gläser voll als Tagesausbeute, um viel Wissen und ein Rezept reicher und müder, als an manchem Tag auf dem Feld. Aber der gewünschten Abwechslung kam es sehr entgegen. 

 

... ein neues Familienmitglied begrüssen ...

Klar nehme ich ein Bad in meinem Napf!

Das ist der Neue. Mumu. Den netten Namen bekam er von Trinity, weil sie der Meinung war, er sieht aus wie eine Kuh. Nun ja, die Fantasie sei ja grenzenlos. 

Warum brauchten wir aber einen neuen Hamster?

Der Vorgänger war tot ... Nicht schön, aber um es mal mit Bills Worten auszudrücken ... "Der andere war anscheinend kein High-Quality-Hamster, denn er hat nach 31 Tagen den Geist aufgegeben. Auf der Rechnung stand eine Garantie von 30 Tagen ... so ein Scheiss!".
Man stellt sich normalerweise nun die Frage, wer eine Garantie von einem Monat auf das Leben eines Hamsters gibt. Gelernt habe ich aber, hier nicht mehr zwischen normal und abgedreht zu unterscheiden, andere Länder - andere Sitten. Und so kam es, dass sich die Familie an besagtem Abend ins Auto setzte und nach Red Deer fuhr und - mit dem kalten Hamster im Gepäck - in die Tierhandlung ging und ihn gerne gegen einen Neuen eintauschen wollte. Die Verkäuferin liess sich auch breitschlagen und beachtete den einen Tag Garantieüberschreitung nicht. Und so kamen sie glücklich zurück mit einem neuen Hamster. Nun zählen wir schon die Tage und hoffen, dass dieser mehr Qualität und Lebenswille zeigt, bis zu meiner Abreise schaute er jedenfalls noch lebendig aus 

 

... inoffiziell einen BE-Führerschein machen ... 

"Schon mal mit 'nem Trailer gefahren?" ... Nein ... "Schon mal gesehen?" ... Ja. "Dann wird das." 

So wurde mir an dem Tag vermittelt, was ich zu tun habe. Und ehrlich, viel dazu ist wirklich nicht. Keine Ahnung, warum man in Deutschland für grosse Anhänger spezielle Führerscheinklassen benötigt, in USA und Kanada schert sich keiner darum. Ein Anhänger war bis dato für mich auch Neuland, aber mit Bills Worten im Ohr sollte das schon klappen. Tat es dann auch und selbst mit vier Lagen Stroh geladen liess es sich noch angenehm fahren, selbst rückwärts und beim einparken. Wieder etwas, dass ich von meiner To-Do-Liste streichen kann. Und es macht darüberhinaus noch wahnsinnig Spass mit dem langen Teil herumzufahren. 

 Remembrance Day

Am 11. November feierte Kanada einen Tag zum Gedenken an die in den Kriegen mit kanadischer Beteiligung Gefallenen. Dazu haben wir - Sarah, Ramona, Edie und ich - uns im Lacombe Memorial Centre wiedergefunden und eine Menge Neues gelernt. So weiß ich nun, dass Kanada als direkter Nachbar von den USA einiges an ideologischem Mist mit abbekommen hat. Denn geht es um Gedenken an Kriegsopfer, so stützt man sich weiterhin auf Zusammenhalt und Gott und dem Schutz der errungenen Freiheit. Diesem verdammten Kriegsführen weltweit aber mal ein Ende zu setzen ... dazu scheint hier keiner im Stande. Entweder steht Gott im Weg oder der mächtige Nachbar macht Druck. Und so fliegt auch Kanada momentan weiter Lufteinsätze in Syrien und trifft sich dann einmal im Jahr, um den bis dato Gestorbenen zu Gedenken.

"Lest we forget" - damit wir nicht vergessen. Massenhaft Kränze niederlegen, ein paar einstimmende Worte von Pastoren, dass man auf Gottes Wort hören und die eigene Freiheit weltweit (!) schützen soll, Kinder in Soldatenuniformen, die vor den Kränzen und Veteranen energisch salutieren und eine Menschenmenge, die bei jeder Hymne zu Land und Religion aufspringt und vereint mitgrölt ... zwei Stunden durfte ich an dieser Zeremonie teilnehmen und war hin und hergerissen zwischen Faszination, Ekel und Fragen. Viele Antworten wollten die Sprecher in dieser Zeit geben, aber nicht auf die richtigen Fragen und auf meine schon gar nicht. Ein Mann drückte es dann so aus, dass man sich anstatt zu "erinnern" und den "Gefallenen zu gedenken" mehr "Verantwortung übernehmen soll". Ob er damit jedoch meint, diesem Kriegstreiben mal ein Ende zu setzen und sich auch als vielfältig auftretendes Kanada vom südlichen Nachbarn in dessen Eifer nach Macht und Einfluss abzugrenzen ... Dies weiß ich bis heute nicht. Hier spiegelt sich jetzt womöglich viel meiner eigenen Meinung wider und manchen Lesern schwebt ein anderes Weltbild vor, aber sorry, das musste ich nun mal als Gedanken zu diesem Erlebnis loswerden.   Zurück zu Erfreulicherem:

... Neue Freunde ... 

Gerade schon einmal erwähnt, hatte die Farm in meiner letzten Woche noch zwei weitere WWOOFer - Sarah und Ramona aus Deutschland. Beide hatten auch in diesem Jahr ihr Abi gemacht und wollten nun erst einmal ins Ausland. In der gemeinsamen Woche stellten wir allerhand Gemeinsamkeiten und ähnliche Vorstellungen fest und es war angenehm, mit Leuten zusammen zu sein, die genau so ticken, wie man selbst. Ob es der Remembrance Day in Lacombe war, das Schneeschaufeln bei abartig tiefen Temperaturen, unterhaltsame Abende oder das gemeinsame Kochen für 19 Leute, als die gesamte Familie Biel zu Besuch kam ... wir hatten eine absolut geniale und lustige Zeit, obwohl wir nur eine Woche zusammen lebten. In diesen beiden schwäbischen Mädchen habe ich mit Sicherheit neue Freunde gefunden und man hält sich sicherlich auf dem Laufenden, wie die jeweilige Reise weiter geht!  

... Pesto zubereiten ...

Natürlich mit Spinat aus dem hauseigenen Garten und nur noch wenigen Verfeinerungen. Da es wirklich richtig gut ist, hier das Rezept für Interessierte und Pestoliebhaber: 

  • 400 Gramm frischen Blattspinat
  • 200 Gramm Basilikum (man kann stattdessen auch 600 Gramm Spinat insgesamt nehmen)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1/2 Cup (120 Gramm) Parmesan
  • je 1 Teelöffel Salz und Pfeffer
  • 470 ml Olivenöl
  1. Spinat und Basilikum waschen, klein schneiden und Wasser abtropfen lassen
  2. andere Zutaten in einem Mixer zusammenmischen und Spinat in kleinen Mengen dazu geben und nach und nach kleinmixen lassen

Das Endergebnis sollte dann in etwa so aussehen ...

  Spinach Pesto

... und schmeckt perfekt zu Pasta, als Brotaufstrich, als Dip oder was auch immer zur Verwendung möglich ist. 

Lunch mit Pesto
Für eine 600ml-Packung Pesto haben wir jeweils einen grossen Korb voll Spinat benötigt. Im Verhältnis gesehen sieht es am Ende nach nicht viel aus, die Arbeit lohnt sich aber. Immerhin hat man bei einem Löffel Pesto umgerechnet eine ganze Schüssel Salat vor sich 

 

... Feldarbeit bei Eisnebel ... 

 

Das Thermometer zeigte -7 Grad Celsius. Wingeschwindigkeit 31 km/h und Sichtweite kaum 50 Meter. Aber Erdbeeren und Knoblauch mussten noch gerettet werden. Deshalb 3 Paar Handschuhe, Mütze, 4 Paar Socken, Thermounterwäsche, dünner Pullover, Fleecepullover, Jeans, Jacke und Stiefel angezogen und ab nach draussen und die Feldreihen mit Stroh abgedeckt. Der Wind war das schlimmste, denn so wurde es noch kälter und die Bewegungsfreiheit war eingeschränkt. Selbst Tiko hatte an diesem Tag keine Lust nach draussen zu gehen, und das möchte etwas heissen, denn dieser Hund springt selbst am frühen Morgen bei leichten Minusgraden in den Teich vor'm Haus.
Nach 6 Stunden war es dann auch geschafft und der Wind hat kaum Schaden mit dem ausgeworfenenen Stroh angestellt. Mit unserer Kondition allerdings schon, doch eine heisse Schokolade uuuund ...

Strawberry Smoothie

... ein leckerer Erdbeer-Smoothie mit Sahne konnten Abhilfe schaffen und die Laune bessern. 

 

 ... die Wiedergutmachung ...

Der Herbst zeigte sich kurz danach aber auch noch einmal von seiner besseren Seite und der sogenannte Indian Summer, also die Zeit, wenn es hier im Spätherbst nochmals angenehm warm und sonnig wird und man letzte Möglichkeiten zur Arbeit im Freien bekommt, zeigte sich in voller Pracht. So hatte Bill die Idee, zwei weitere Lagen Stroh auf Erdbeeren und Knoblauch auszuwerfen. Gesagt, getan. Sonne und Wolken boten ein atemberaubendes Naturschauspiel und dann gab es einen kurzen Moment, als mir dieses Bild vor die Linse kam.

Mit so etwas zum Beobachten macht die Arbeit doch gleich doppelt Laune.

Mit derartigem Wetter könnte es sich aber damit auch erledigt haben ...

... Die Weiterreise ...

Diesbezüglich stehen mir eigentlich alle -hauptsächlich westlich gerichteten - Türen offen. Bis zuletzt befande ich mich mitten in Alberta. Im Süden liegt Calgary (wo ich ja schon war) und noch etwas südlicher der US-Bundesstaat Montana, der mir auch gewissermassen imponiert für einen kurzen Abstecher. Im Osten ist die kanadische Prärieprovinz Saskatchewan, gezeichnet von endlos flachen Landflächen. Sicherlich auch interessant. Im Westen liegen die Rocky Mountains, defintiv DAS Ziel meiner Reise in dieser Gegend, dahinter die Provinz British Columbia, die womöglich das Finale meines Trips darstellen wird. Doch demnächst verschlägt es mich dann doch erst mal in den Norden. Und mit Norden meine ich Norden
Zunächst aber geht es schrittweise voran. Mein kommendes Ziel heisst Edmonton und ist die fünftgrösste Stadt Kanadas. Der älteste Sohn der Familie Biel, Chris, wohnt mit seiner Familie in Edmonton. Bei den Treffen auf der Farm haben wir uns bestens verstanden und nun hat er mich eingeladen, damit er mir Stadt und Land zeigen kann. Super Sache! Da ich für den Winter noch nicht komplett ausgerüstet bin, hat er mir seine Hilfe angeboten, um auf Shoppingtour zu gehen und das Richtige zu bekommen. Zwei Männer auf 'nem Shoppingtrip in Edmonton, darüberhinaus noch mit Chris, der bei Familientreffen immer für Unterhaltung sorgt (bei 5 Kindern muss er das vermutlich drauf haben) und einen Kracher nach dem anderen raus haut.
Kann nur gut werden 
Nach einigen Tagen geht es dann in die Rocky Mountains, genauer gesagt Jasper. Durch Bekanntschaften in der Familie (vielen Dank dafür!) konnte ich da an einen netten Mann namens Karsten geraten, der mir für die Zeit einen Platz in seinem Haus angeboten hat. Perfekt, Insiderbekanntschaft in Jasper und bisschen Geld sparen. Schwer zu erkennen ist vermutlich nicht, dass es sich bei ihm um einen Deutschen handelt. Ich bin schon sehr gespannt darauf, seine Geschichte über sein Auswandern und Neuanfang in Kanada zu hören. 

Und danach? Ja, wie gesagt - Norden 

Dass es einmal so weit kommt, hätte ich mir vor einigen Wochen womöglich selbst nicht erhofft oder gedacht. Geplant war ein weiterer Farmaufenthalt in der Gegend um Red Deer. Das wäre sicherlich auch eine super Sache gewesen. Aber mehrere Monate in der selben Stadt ... das passt mir irgendwie nicht so wirklich. Dafür habe ich Red Deer, Lacombe und Central Alberta wahrscheinlich zu gut kennengelernt in den vergangenen Wochen. Die Pläne änderten sich aber ... Ursache? Nun, spricht man mit den meisten Kanadareisenden, so hört man Stories über British Columbia (meist Vancouver), Ontario (meist Toronto) und manchmal noch bisschen zu Quebec oder Alberta. Der Rest bleibt unerforscht oder zumindest unerzählt. Dann muss ich das wohl auf eigene Faust herausfinden, weg vom Mainstream-Reisen also  So machte ich mir Gedanken, recherchierte etwas und sprach auch mit Einheimischen und erlangte so ein vielfältiges Bild von möglichen Reisezielen. Endergebnis schaut so aus ...  

In den Mittelgebirgen in Deutschland befinden wir uns im Gradnetz der Erde circa bei 50 Grad nördlicher Breite. Mein Ziel heisst nach Jasper zunächst Whitehorse, ist die Hauptstadt des Yukon Territoriums und liegt bei etwas mehr als 60 Grad nördlicher Breite. Noch nichts davon gehört? Dann habt ihr heute wieder etwas Neues gelernt  Nach einigen Tagen in der grössten Stadt (ca. 26.000 Einwohner, im gesamtem Yukon leben um die 33.000 Menschen) ist mein Hauptziel dann eine Farm noch etwas nördlicher, genannt Pelly River Ranch. Vermutlich werde ich dann dort den Winter verbringen. Die Gastgeber machen mir schon jetzt Mut für -40 Grad Celsius im Durchschnitt. Das wird kanadischer Winter vom Feinsten. 
Wie gesagt, damit habe ich auch nicht gerechnet, aber nun bin ich sehr motiviert und glücklich über die Entscheidung, etwas anderes zu machen, als die meisten anderen und auch mal Neues zu erforschen. Sobald ich in Lacombe Leuten von meiner geplanten Reise ins Yukon berichtete, fingen diese an zu schwärmen und machten mir nur noch mehr Freude auf das Bevorstehende. 
Ihr seht im Bild aber auch, die Reise ist erneut 2700 Kilometer lang und ich befinde mich auch im Bus für gut zweieinhalb Tage, allein die Fahrt von Jasper nach Whitehorse dauert zwei Tage. Von nicht, kommt aber auch nichts.
Ich kann euch sagen, es hat riesig Spass gemacht, die Reise in der Zeit bei Bill und Edie gemeinsam mit WWOOFern und der Familie zu planen, kann es kaum erwarten, das jetzt in die Tat umzusetzen.  

Warum erzähle ich euch so viel über das Bevorstehende? Jasper und Edmonton sollten kein Problem darstellen, aber vor allem die Pelly River Ranch liegt 200 Kilometer von einer grösseren Zivilisation entfernt, versorgt sich nur durch Solarenergie und einige wenige Generatoren und liegt demnach also sehr abgelegen. Internet? Sollte ich nicht als selbstverständlich betrachten, deshalb könnte es sein, dass man einige Zeit auf Neuigkeiten wartet.

Bis hierhin ...

... wisst ihr also erst einmal, wie es mir bis Mitte November so ergangen ist. Beschweren konnte ich mich bisher noch nie und ich habe keine Entscheidung, die ich treffen musste, bis jetzt bereut - ausser vielleicht in Calgary den gesperrten Fussweg zu benutzen und dafür beinahe 300 Mäuse löhnen zu müssen. 

Das Land und die Leute faszinieren mich täglich auf's Neue und drängen das Gefühl Heimweh weit in die Ferne. In den ersten beiden Monaten hatte ich noch nicht das Bedürfnis, unbedingt zurück nach Deutschland zu wollen. Nichtsdestotrotz vermisst man einige kleine deutsche Eigenheiten und Dinge. Warten mir mal ab, wie es sich weiter entwickelt. 

Lacombe, Alberta

Jeder Tag ist ein neues Erlebnis und wird von mir auch als solches angesehen und gelebt. Und sei es auch ein "- 40°C-Tag", welcher bald sicherlich keine Seltenheit mehr sein sollte! -31°C hatte ich ja schon ...