Packen, Vorfreude und mehr ...

Dienstag, 26.08.2014

Was gibt's Neues zu berichten?

Nun befinde ich mich also kurz vor dem Beginn meiner letzten Woche in Deutschland. Heute in einer Woche sollte ich meine Sachen schon längst gepackt haben. Deshalb habe ich mich entschieden, mit einer Packliste schon einige Wochen vorher anzufangen. Mit dem Zusammenstellen und Packen an sich sollte es eine Woche vor Abflug spätestens los gehen. Gesagt, getan!

In weniger als 8 Tagen starte ich und heute habe ich dafür einen ersten richtigen Packversuch unternommen.

Kann sich das Ergebnis sehen lassen?

Erster Packversuch Ich denke ja . Mein großer Backpack wurde ordentlich gefüllt, das Handgepäck hingegen sieht noch etwas leerer aus. Bestimmt wird nochmals etwas umgepackt oder neu sortiert.
Nichtsdestotrotz: der Grundstein wurde gelegt und voller Motivation habe ich die Checkliste abgearbeitet. Das gute Stück bringt dabei gerade einmal 14 Kilogramm auf die Waage, der Daypack nicht einmal 4 ... da ist also noch etwas Luft nach oben, insofern mir noch das ein oder andere Utensil einfallen sollte

Den einen oder anderen interessiert es womöglich, was denn nun alles Platz gefunden hat in dem 65-Liter-Fassungsvermögen.

Was kommt in meinen Backpack?

  • die Basics ...
    Das umfasst den großen Backpack und seinen kleinen Begleiter, den man in fast leerem Zustand auch kinderleicht an den Backpack schnallen kann und aus zwei Gepäckstücken eins macht.
  • die wichtigen Dokumente ...
    Was dazu gehört, dürfte bekannt sein: Flugtickets, Reisepass, Visumbestätigungsmail, Geldnachweis, Versicherungsunterlagen, Führerscheine, Lebenslauf, Passbilder, Adressen und Notrufnummern, Kreditkartennummern, Impfausweis und ein bisschen amerikanisches und kanadisches Bargeld. Schicke Banknoten übrigens!
  • die elektronische Geräte ...
    ... wie USB-Sticks, Stromadapter, Handys, Kamera und zugehörige Ladegeräte, eine Taschenlampe, Kopfhörer, Batterien und eine Verteilerleiste.
  • Kleidung ...
    Natürlich zählen dazu einige T-Shirts, zwei kurze und lange Hosen, eine Regenjacke, dünne Pullover (mehrere dünne wärmen besser, als ein dicker und nehmen dabei noch weniger Platz weg), ein dicker Fleece-Pulli, Gürtel, Badehose, Flip-Flops, Turnschuhe, Outdoor-Schuhe, Unterwäsche, Handtücher, Schal/Mütze/Handschuhe, Unterwäsche (auch in Thermo-Version) ... von einigen Dingen habe ich eine Ration für zehn Tage dabei, sollte ausreichen bis zum nächsten Waschgang. Sicherlich kann ich nicht für alle Jahreszeiten vollständige Ausrüstung mitnehmen. Für den Winter habe ich beispielsweise nur kleine Dinge wie Schal/Mütze/Handschuhe dabei und werde mir notfalls das andere dort zulegen, ganz einfach aus Platz- und Gewichtsgründen.
  • Kultursachen ...
    ... wobei jeder sich vorstellen kann, was unter diese Kategorie fällt, deshalb muss hier keine detaillierte Auflistung folgen. Es sei gesagt, das Wichtigste ist dabei
  • eine Reiseapotheke ...
    ... die ich hoffentlich nicht oft benötigen werde. Mitnehmen werde ich Medikamente gegen Schmerzen und die üblichen Krankheitsbeschwerden, aber auch etwas für die Erste-Hilfe und bisschen Abhilfe gegen Insekten und ähnliche Plagegeister.
  • das sonstige Nicht-Unwichtige ...
    ... was da wäre: Taschenmesser und Schere (natürlich NICHT ins Handgepäck stecken), Feuerzeug/-stein, Ohrenstöpsel, Waschmittel, Schlösser, Kugelschreiber, Schnürsenkel (sehr empfehlenswert für unterwegs; lernt man spätestens dann zu schätzen, wenn man im Notfall mal keine dabei hat), aufblasbares Nackenkissen, Beutel, Wäscheklammern, Sicherheitsnadeln und Nähzeug, Mückennetz, Karabiner, Kabelbinder, Kompass, Gurte/Schnüre, Taschentücher und mein kleiner Schlafsack.

Bestimmt habe ich noch das ein oder andere nicht aufgelistet beim Abarbeiten meiner Packliste eben, sollte euch noch etwas in den Sinn kommen ... immer her damit! Besser doppelt gehört, als dann vergessen

Vielleicht noch ein Hinweis zum Packverfahren: Ich habe mich vorher etwas schlau gemacht und dann mit ein paar Tipps aus dem Internet und von Freunden angefangen zu packen.
So sollte das schwere Zeug immer am Rücken anliegen und das Notwendigste obenauf gepackt werden.
Des Weiteren habe ich T-Shirts oder Hosen zum Beispiel jeweils in Beutel gesteckt und konnte feststellen, dass sich diese Beutel dann viel besser im Rucksack verpacken lassen und man an der einen oder anderen Stelle noch bisschen besser nachdrücken kann, als wenn man alles einzeln reinhaut. Darüberhinaus wird es von Vorteil sein, dass man, wenn ein paar Socken benötigt wird, nicht den ganzen Backpack durchwühlen muss, sondern nur den markierten Socken-Beutel rausziehen kann.

Wie werden die verbleibenden 7 Tage gestaltet?

Ein bisschen Urlaub zu Hause in aller Ruhe war geplant. Der Plan geht bis jetzt nicht auf

Es gibt doch noch einiges zu erledigen. Sei es den finalen Kontoauszug drucken, den man dann dem kanadischen Grenzbeamten vorzeigt oder etwas Bargeld des Ziellandes abholen oder Packversuche starten und nochmal und nochmal checken, ob man alles hat oder das einstige Zuhause ordnungsgemäß verlassen oder einen vorerst letzten Auftritt absolvieren oder schon mal in die ersten fünf Tage in Toronto vorausblicken wollen oder eben mit den Liebsten um sich ein Abschiedsbier trinken (was mir wohl am besten gefällt ) ...

An dieser Stelle kann ich euch bereits sagen, es ist ein eigenartiges Gefühl, der einen oder anderen Person schon ein paar Tage vor Abreise Tschüss sagen zu müssen ... Dabei ist es meiner Meinung nach nicht mal unbedingt die Tatsache, dass man sich nun 52 Wochen nicht sieht, sondern eher die Herzlichkeit, die einem währenddessen entgegengebracht wird und auch das ein oder andere "Danke" für einiges Durch- und Erlebtes

Ich genieße also die restlichen Tage in Deutschland, blicke aber auch etwas voraus in die Zukunft, was denn wohl kommen mag und auf mich wartet.

P.S. Im Moment warte ICH auf einen neuen Akku für mein Smartphone, denn das hat sich jetzt - kurz bevor es ernst wird - dazu entschlossen den Geist aufzugeben Hoffen wir, dass alles noch rechtzeitig ankommt und mir solche Späße bitte erspart bleiben!
Nachdem am vergangenen Wochenende (beim LETZTEN MAL ZEITUNGEN AUSTRAGEN!!!) aber auch mein vorher als immer treu gelobter Wagen mich mit einem Achsenbruch beglückte und ich nochmal etwas Stress hatte, das Ding wieder funktionstüchtig zu machen ... da würde mich jetzt nichts unbedingt überraschen

Ein letzter Wunsch?

Liebe Lufthansa, bitte wartet mit etwaigen Streiks noch so lange, bis ich ordnungsgemäß mit vollständigem Gepäck (!!!) in Toronto gelandet bin. Danke im voraus!

Bis dahin, Philip