Von nichts kommt nichts!

Mittwoch, 20.08.2014

Welch wahre Worte, die jeder von uns in seinem Leben schon mindestens einmal von Eltern oder Großeltern eingetrichtert bekam, wenn die Lust oder Motivation zu etwas fehlte ...

So erging es auch mir und es war die letzten Jahre eigentlich eine Art Leitspruch, wenn ich mir mal wieder die Sinnfrage stellte, warum ich mir so manches antue.

Kommendes Wochenende werde ich zum letzten Mal nach mehr als drei langen Jahren die altgewohnte Tour gehen und danach meinem ersten richtigen Job Lebewohl sagen.

  Treuer Begleiter für viele Jahre gewesen

... Genau 174 Mal bin ich dann die eine große Tour gelaufen,
jedes Mal auf's Neue um die 15 Kilometer ...

Trotz der relativ simplen Arbeit eine echt schöne, aber harte Beschäftigung mit unerwartet viel Abwechslung, nichtsdestrotz manchmal auch nervig und man hatte den Wunsch, das Ding einfach in die nächstbeste Ecke zu klatschen und nach Hause zu gehen - sei es wegen dem Wetter oder manchen unliebsamen Mitmenschen.

Rückblickend kann ich sagen, dass die tausenden gelaufenen Meter jede Woche gewissermaßen fit halten und man auch irgendwie stolz sein kann auf die unzähligen Tonnen an (Alt-)Papier, die durch die eigenen Hände bewegt wurden, auch wenn Hüter der Umwelt mir für diesen Satz am liebsten eine Zeitung über'n Kopf ziehen würden ...

Alles in allem war es eine tolle Erfahrung. Man bleibt immer in Bewegung, ist draußen unterwegs, lernt viele Leute kennen (jede Sorte!) und nebenbei bessert man den eigenen Kontostand etwas auf.

Und im Nachhinein bin ich nun froh, dass ich damit so zeitig angefangen habe, denn nicht zuletzt durch das Zeitungen austragen habe ich das finanzielle Fundament für Dinge wie Führerschein, Technikkram oder eben ein Auslandsjahr angespart.

 

Doch damit war es mir nicht genug ... große Pläne erforderten auch größere Maßnahmen und so schaute ich mich nach dem Abi gleich nach einem regelmäßigeren Job um, damit das mit Kanada alles noch bisschen besser in die Gänge kommen würde.

So kam es, dass auch die vergangenen drei Monate sehr arbeitsreich gestaltet waren.
Im Garten- und Landschaftsbau sammelte ich viele Erfahrungen, die sicherlich auch ab September bei dem ein oder anderen Farm-Stay hilfreich werden können. Geschadet hat es mir bis jetzt nicht, meinem Geldbeutel auch nicht

Smile :)

Danke an die Kollegen und die vielen lustigen Arbeitsstunden!

So neben der Schule zu Jobben ist eigentlich das Beste, was man machen kann und ich rate es jedem, der es einrichten kann neben Hausaufgaben und Co. 

Man bekommt wirklich viel mit, verdient erstes eigenen Geld und kann im späteren Berufsleben schon einiges vorweisen an Arbeitserfahrung. Dümmer wird man dadurch garantiert nicht.
Ich denke, es bereitet sogar besser vor und man fühlt sich nach der Schule und vor dem richtigen Beruf nicht so vor den Kopf gestoßen, nur weil man die Jahre zuvor in Watte gepackt wurde und alles in seine heiligen vier Buchstaben gepumpt bekam. Selbstständigkeit ist schon einiges wert, ohne diese würde ich mich im September bestimmt gar nicht in den Flieger wagen

Also tut was für eure Wünsche und Vorstellungen und denkt immer daran:
Von nichts ... kommt auch nichts

 

Zum Schluss noch etwas Brandaktuelles!

Gestern erhielt ich die E-Mail und heute kam es dann auch noch in Papierform: das langersehnte Schreiben von Praktikawelten, inklusive meines Flugtickets und dem Ticket für den Bus in Toronto (siehe unten).

Airport-Ticket

Nun sollte ich also alles Notwendige bei mir haben und muss nur noch etwas Ordnung in die Sache bringen. Das bedeutet, alles Wichtige nochmal als Kopie in meinem E-Mail-Account zu speichern, falls mal etwas verloren geht und wiederbeschafft werden muss vor Ort.
Des Weiteren muss ich noch Resevierungsnummern für Hostels und Online-Tickets für meine Bustransfers in den USA herausschreiben beziehungsweise ausdrucken und einpacken.

Wie geht es denn nun weiter?

Viel gibt es eigentlich nicht mehr zu tun. Meine Packliste ist vorerst vollständig und die fehlenden Artikel kann man mittlerweile an einer Hand abzählen. Nun gilt es also noch den ganzen Krempel einzupacken. Und dann sind es ja auch lediglich noch genau zwei Wochen (!!!), bis ich dann um diese Zeit schon in der Luft sein werde.

So hoffe ich doch. Denn Lena (ich berichtete) flog schon vor einigen Tagen nach Kanada und kam schnell in Schwierigkeiten mit ihrer Airline, welche bis jetzt noch nachwirken.
Zunächst bekam sie in Frankfurt gesagt, dass ihr Flug überbucht wäre (obwohl gebuchtes Ticket bei ihr vorhanden war). Nach einigen Gesprächen konnte sie dann noch als Letzte an Bord und den Flieger nach Toronto nehmen.
Dort angekommen fehlte allerdings ihr Backpack, von dem bis zum heutigen Tag (!!!) noch jede Spur fehlt. "Condor" kann ich euch nach diesen Erfahrungen, die ich so mitbekommen habe in letzter Zeit, also nicht ans Herz legen. Denn auch die Wiederbeschaffungsmaßnahmen ihrerseits - welche bei einem Backpack ja relativ dringend sind - stoßen nicht auf viel Gegenhilfe seitens der Fluglinie. Tolle Wurst ... So kann eine Reise natürlich auch starten ...
Momentan kämpft sie sich noch mit ihrem Daypack durch Kanada, immer mit der Hoffnung, dass "Condor" sich mal noch dazu hinreißen lässt, das verloren gegangene Gepäck wieder aufzutreiben. Zum Glück kann sie sich auf die kanadischen Mitmenschen und andere Backpacker verlassen, die sie tatkräftig unterstützen und ihr Sachen leihen/schenken. Danke, dass es noch solche Menschen gibt und auch von dieser Seite nochmals viel Erfolg für Lena, dass sie ihren Rucksack noch erhält!
Ansonsten hat sie den Plan, sich dann bald in Toronto einen neuen zuzulegen und ich bring ihr noch ein paar notwendige Dinge mit, die wir für unsere USA-Tour benötigen werden. Mann hilft, wo Mann kann

Bis dahin erstmal ... Philip